04 Jun 2009

Verlust …

Kategorie: Me — verfasst von Pilgerer um 13:52

Ein Leben wurde aus unserer Mitte gerissen, bevor es noch richtig entstehen konnte. Wir sind alle sehr traurig darüber. Das wie und warum möchte ich nicht weiter schildern, aber der Schmerz ist groß in meiner Familie. Alle fragen sich, warum das geschehen konnte und natürlich auch wieso es gerade uns getroffen hat.

Es ist für mich erstaunlich leicht zu schreiben: “Der Herr hats gegeben, der Herr hats genommen! Preis dem Herrn!”

Ich bin natürlich auch sehr traurig, doch irgendwie bin ich sicher – auch wenn ich es niemanden erklären kann – das Gott einen Plan hatte. Ich verstehe den Sinn nicht. Ich bin immer noch voller Sorge. Doch ich hoffe und glaube, dass der Herr uns alle weiter führen wird. Dass es wieder hell wird.

Ich wäre Euch sehr dankbar, wenn ihr für meine Schwester beten würdet. Dass Gott sie wieder aufrichtet und ihr Mut und Kraft gibt. Das sie nicht verbittert und sich von Gott helfen lässt. Danke.

p.s. bitte entschuldigt, wenn ich ausnahmsweise die Kommentare zu diesem Artikel deaktiviere.

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25 Mai 2009

… und folge mir nach!

Kategorie: Me — verfasst von Pilgerer um 09:28

Die letzten Wochen waren nicht leicht für mich. Gründe dafür könnte ich jetzt viele anführen.  Da wären z.B. Stress auf Arbeit und auch im privaten Bereich, Baumassnahmen an unserem Anbau und die damit verbundene körperliche Anstrengung und so weiter. Doch die Wahrheit sieht leider anders aus.

In mir brodelte es gewaltig. Ich war einfach unzufrieden mit meinem Leben, es ging nämlich nicht nach meinem Willen. Denn auf der einen Seite hatte ich  für meinen Urlaub bestimmte Vorstellungen, wie mein Leben da ablaufen sollte. Auf der anderen Seite standen eben Menschen die Bedürfnisse hatten und Vorhaben die erledigt werden mussten. Ich wollte einfach nur mal meine Ruhe haben, ein paar Tage gar nichts tun, chillen, lesen, zocken. Ich war der Ansicht, dass “verdient” zu haben. Aber mein Umfeld wollte eben, dass Arbeit getan wird, dass ich für sie da bin, mir ihre “Probleme” anhöre die ich (in meinem Trotz) nicht für solche gehalten habe.

In mir war die Stimme, die mich dazu aufrief Jesus zu dienen und mein Kreuz auf mich zu nehmen. Die mich aufforderte nicht zu brüllen, fleißig zu sein und die Arbeit anständig zu erledigen. Die mich bat geduldig zu sein und in Jesus zu bleiben. Aber da war auch die andere Stimme, die eben brüllte, keinerlei Geduld hatte und andere Menschen verletzte anstatt zu helfen. Und: die letztlich sogar Gott Vorwürfe machte, weil ich die “verdiente” Ruhe nicht bekam.

In den letzten Wochen habe ich etwas merkwürdiges bemerkt. Immer wenn ich auf die “böse” Stimme hörte, ihr nachgab und wie ein knurrender Wolf rumlief war ich müde und erschöpft. Nicht nur körperlich, sondern auch geistig. Ich hatte Angst depressiv zu werden. Immer wenn ich aber versuchte Jesus zu dienen und fröhlich und freundlich meine Arbeit zu tun erfüllte mich Frieden. Ich war körperlich genauso erschöpft, aber in meinem Geist war Frieden. Es war so ein unterschied, ob ich mit einem Menschen (mit dem ich oft Verständnisprobleme habe) freundlich und verständnisvoll umgegangen bin, oder aber ob ich auf Konfrontation aus war.

Wenn ich mit diesem Menschen freundlich redete, dann erfüllte mich so ein komisches Gefühl – ich kann es nur mit Glück beschreiben. Mein Herz schlug und ich fühlte mich froh. Alles ging leichter danach. Umgekehrt war meine Stimmung schlecht und die des Gegenübers ebenso. Ich steigerte mich für Stunden immer mehr in jedes Wort und jede Handlung dieses Menschen hinein.

Kurz gesagt: die letzten Wochen waren ein Auf und Ab! Es wäre mit Sicherheit ein wesentlich kürzerer Prozess gewesen, wenn ich in dieser Zeit nicht genauso oft mit Jesus gehadert hätte wie mit den Menschen. Wenn ich mal nachgedacht hätte über sein Wort und seinen Auftrag, wenn ich mal über die Situation gebetet oder sie ihm gegeben hätte. Aber das habe ich nicht getan.

Es war ein Kampf!

Aber Gott ist mein Vater. Und mein Lehrer. Und weil er mich liebt (obwohl ich Scheiße bin :) ), hat er mir auch diesmal voller Gnade Erkenntnis gegeben. Er ist der Herr, ich bin der Knecht. Wenn ich ihm nachfolgen will, so heißt dass nunmal, dass ich gefälligst mein Kreuz auch mich zu nehmen habe (Mt 16,24 ua). Wenn ich das Leben ”finden” will, dann heißt dass nunmal, dass ich mein Leben verlieren muss (Mt 10,39 ua).

Diese Erkenntnis brachte mich wieder zur Liebe und ihrem Wesen. Ich dachte darüber nach, was Liebe ist und wie sie handelt. Mir fiel ein Beitrag ein, den ich dazu geschrieben  und mit Philip und curiostraveller auch darüber diskutiert habe. Mir wurde bewusst, dass Liebe etwas ist, dass man nicht so einfach erklären kann, dass ich mich in obigen Beitrag vermutlich geirrt habe. Vielleicht ist sie ein lebenslanger Prozess. Vielleicht habe ich bislang auch Liebe mit dem Kreuz verwechselt. Vielleicht sind sie letztlich aber auch identisch. Eine genaue Antwort darauf habe ich noch nicht gefunden.

Was ich aber weiß ist, dass ich nur Frieden finde, wenn ich Jesus nachfolge. Dass es komischerweise so ist, dass man Frieden findet, wenn man seinen Willen tut – und das obwohl man sich einfach erschöpft fühlt.

Mir fällt dazu Mt 11,28 ff ein:

28 Kommt her zu mir alle, die ihr mühselig und beladen seid, so will ich euch erquicken! 29Nehmt auf euch mein Joch und lernt von mir, denn ich bin sanftmütig und von Herzen demütig; so werdet ihr Ruhe finden für eure Seelen! 30 Denn mein Joch ist sanft und meine Last ist leicht.

Was ich letztlich lernte: auch wenn ich mich müde und erschöpft fühle, so ist dies kein Grund nicht mein Kreuz auf mich zu nehmen. Wie sollen andere Menschen denn sehen, dass ich Christ bin und Jesus mein Herr, wenn ich umhergehe wie ein knurrender Wolf? Wie kann ich Salz und Licht sein, wenn ich nicht seinen Willen tue? Was nützt es zu glauben, wenn dem keine Werke folgen? Und schon kam die Erkenntnis, dass mich Jakobus 2,14 ff und das komplette Kapitel 3 absolut betreffen (und es ist das erste mal, dass ich 2,14 richtig verstand).

Was Gott und sein Verhältnis zu mir als sein Kind anbetrifft, so habe ich erfahren dürfen, dass er wirklich keine Last auflegt, die ich nicht tragen kann. Und das wirklich alles seine Zeit hat. Letztlich habe ich trotz all dem Stress und all der Arbeit doch auch ruhige Zeit erfahren dürfen. Ich konnte “chillen” (wie man neudeutsch so sagt) und mich erholen, nur nicht dann wann ich wollte. Aber er ist nunmal der Herr – und er kennt meine Bedürfnisse eben sogar besser als ich!

Die letzten Wochen waren nicht leicht für mich! Aber es waren lehrsame Wochen. Ich habe neues entdecken und lernen dürfen. Gott hat mir gezeigt, dass ich ihn noch lange nicht an die Erste stelle setze. An erster Stelle steht hier ein egoistisches ICH.

Hier bitte ich, dass Gott an mir arbeitet und mir hilft letztlich so zu werden, dass er mich für sein Werk gebrauchen kann. Ich bitte, dass ich endlich hierzu meinen Hintern hochbekomme und mich endlich für sein Werk gebrauchen lasse. Ich bitte, dass ich meinen Trotz besiege und ihm demütig mein Leben gebe, damit ich das Leben finde. In Jesu Namen! AMEN!

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25 Feb 2009

Beziehungsstress

Kategorie: GOTT, Me — verfasst von Pilgerer um 08:58

Momentan fühle ich mich fern von Gott. Viele Dinge gehen mir durch den Kopf, resultierend aus Verfehlungen und alten Sünden, Dingen die ich hier im Blog geschrieben habe oder aber bei Wegi, Stefan oder anderen Blogs gelesen/kommentiert habe. Ich fühle mich irgendwie an einem Scheideweg stehend.

Wie immer in Krankheit oder Problemen – egal ob mit Menschen, der Welt oder Gott neige ich dazu mich zurückzuziehen. Ich möchte dann mit niemanden sprechen und auch nicht, dass mich jemand anspricht.

In meiner Beziehung zu Gott drückte sich das in einem kurzen geistlichen “Hallo” am Abend und dem Verzicht des Bibel lesens aus. Ich weiß natürlich, daß das nicht gut für mich ist und das Gott weder etwas für meine Verfehlungen, noch für meine verdrehten Gedanken kann. So konnte das nicht weiter gehen…

So kniete ich mich des Abends hin und bat Gott um Verzeihung für meine Dummheit und meine Gefühle (Glaube ist nunmal kein Gefühl – wann lerne ich das endlich). Ich war nicht in der Lage die Bibel herzunehmen und einfach beim Johannes Evangelium weiterzumachen. Deshalb schloss ich die Bibel und bat Gott eine Stelle auszusuchen für mich. Ich schlug die Bibel auf und ich war beim Psalm 1.

1 Wohl dem, der nicht wandelt nach dem Rat der Gottlosen,2 noch tritt auf den Weg der Sünder, noch sitzt, wo die Spötter sitzen, 2 sondern seine Lust hat am Gesetz3 des Herrn und über sein Gesetz nachsinnt4 Tag und Nacht. 3 Der ist wie ein Baum, gepflanzt an Wasserbächen, der seine Frucht bringt zu seiner Zeit, und seine Blätter verwelken nicht, und alles, was er tut, gerät wohl. 4 Nicht so die Gottlosen, sondern sie sind wie Spreu, die der Wind verweht. 5 Darum werden die Gottlosen nicht bestehen im Gericht, noch die Sünder in der Gemeinde der Gerechten. 6 Denn der Herr kennt den Weg der Gerechten; aber der Weg der Gottlosen führt ins Verderben.

Ich fragte mich, warum Gott mir gerade diese Stelle zeigen will. Beim nachdenken darüber begriff ich, dass der Herr mir hier einen Weg aufzeigt. Es geht nicht so sehr und diese Dinge um die ich mir Gedanken gemacht habe, noch nicht einmal darum, wie ich mich dabei fühle. Es geht letzlich darum den Weg des Herrn zu gehen und Frucht zu bringen. Folge einfach dem Weg des Herrn und du wirst Frucht bringen. Das passte zu den beiden Wörtern, die mir der Herr die letzten Jahre auf meine Fragen immer wieder ins Herz gab: “geh einfach”.

Da der Herr schonmal dabei war mir was zu erklären, beantwortete er mich gleich auch meine (Zweifel) Fragen was die Gottlosen in dem Psalm betrifft: es geht nicht (wie man sofort geneigt ist) um die weltlichen Erfolge des Gottlosen. Es geht um Frucht. Der Gerechte hat Frucht im Sinne Gottes, der Gottlose nicht. Eines Tages wird alles dem Blick des Herrn standhalten müssen. Und dann werden all die weltlichen Erfolge der Gottlosen nicht mehr viel bedeuten …

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17 Feb 2009

Von Wurzeln und Wachstum

Kategorie: GOTT — verfasst von Pilgerer um 17:06

Ich bin Tomatenliebhaber und bereite mich jetzt langsam wieder auf das Heranziehen der Samen vor. Wie immer wenn mich etwas sehr beschäftigt, surfe ich im Netz nach Informationen zum Thema. Dabei habe ich etwas interessantes gefunden.

Sinngemäß heißt es da, dass man Tomatenpflänzchen nach dem Pikieren nicht Düngen sollte. Im Gegenteil sollte man die kleinen Pflänzchen erstmal trocken und ohne Dünger lassen. Das geringe Nahrungsangebot würde die Pflanzen viel mehr dazu veranlassen Wurzeln zu bilden, um einfach mehr Wasser und Nährstoffe zu finden. Ein sichtbares Wachstum der Pflanze findet kaum statt, sie wächst fast ausschließlich nach unten. Die Kunst des Gärtners ist es, die Pflanze nicht sterben zu lassen.

Würde man die Pflanze gleich gut mit allem versorgen, so würde sie natürlich auch sehr gut wachsen. Sie würde in die Höhe wachsen und auch sehr schön aussehen. Allerdings hat die Pflanze nur ein kleines Wurzelwerk – sie braucht sich ja nicht anstrengen um an Nahrung zu kommen.

Nun könnte man auf die Idee kommen, dass dies ja egal ist. Schließlich ist ja der Gärtner da, der die Pflanze mit allem versorgt. Das stimmt. Problem ist aber, dass die Pflanze später wesentlich weniger Blätter oder gar Früchte mit Wasser und Nährstoffen versorgen kann. Ihr Wurzelwerk schafft das einfach nicht. Es ist zu klein. Ganz im Gegensatz zu der anderen Pflanze, die eine Zeit der Dürre durchmachen musste. Sie hat ein gutes und starkes Wurzelwerk und kann nicht nur sich selbst, sondern auch viel Frucht mit Wasser und Nährstoffen versorgen.

Als ich das las, wurde mir mit einem Schlag klar, wieso Gott auch uns (seine geliebten Kinder) manchmal eine dürre Zeit erleben lässt. Wenn wir uns nach ihm ausstrecken und ihm treu bleiben, dann werden wir die Dürre überstehen. Er ist ein guter Gärtner – er läßt uns nicht zugrunde gehen. Wir jedoch,können ein geistiges Wurzelwerk erlangen, dass viel stärker und leistungsfähiger ist als vorher. Das Resultat: mehr Frucht!

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