Lebenszeichen

Hallo ihr alle da draußen. Wollte mich hier mal wieder melden – ist ja jetzt doch eine Weile her. Eigentlich wollte ich nur mal eine kurze Blogpause machen, weil ich irgendwie nicht mehr wusste, was ich machen will. Oder besser: was Gott will, dass ich machen soll.

Aber diese Pause ist dann doch länger geworden als gedacht. Mein kleiner Sohn nimmt soviel Zeit in Anspruch. Ich hätte vorher nie gedacht, dass es so eine Verantwortung ist ein Kind zu erziehen und ich verstehe Paulus jetzt besser (siehe 1. Korinther 7 ff). Dazu kamen dann noch Stress auf Arbeit (gerade gegen Ende des Jahres), was mich leider auch körperlich ausgezehrt hat. Sprich ich war ständig krank.

Irgendwie kann ich auch nicht sagen, dass ich jetzt weiß, was Gott von mir will – leider. Denn durch diese ganze Zeit, die ich in der Welt verbringen muss, habe ich weniger Zeit für Gott (siehe Paulus oben). Das ist so ein schleichender Prozess, der immer weiter fortschreitet. Erst wird das Bibellesen immer weniger, dann sagt man immer mehr Hauskreistreffen ab und schließlich fragt man sich, wann man das letzte mal so richtig mit Gott gesprochen hat.

Schlimmer noch ist es dann, wenn man sich endlich mal auf die Knie wirft und sich fragen muss: was sag ich jetzt eigentlich zu Gott??? In mir ist momentan immer noch diese Unruhe, die ich einfach nicht weg bekomme.

Letztlich aber habe ich gelernt, dass die Welt verdammt schädlich ist für den Geist. Man kümmert sich um soviele eigentlich nutzlose Dinge und wird einfach nur Müde davon. Das gilt auch für eigentlich auf den ersten Blick geistliche Dinge! Z.B. neue geistliche Bücher, die ich so gerne kaufe. Oder aber eine neue Bibel, einen neuen Kommentar, Predigten, Ausarbeitungen usw usw usw. Letztlich liegen all diese Dinge nur auf meinem Schreibtisch und ich habe nicht die Zeit, bzw. die Kraft mich darum zu kümmern.

Diese Dinge nagen dann nur an mir und rauben mir Kraft – die ich eh nicht habe. Deshalb habe ich beschlossen einfach mal zu den Wurzeln zurückzukehren. Einfach nur Gottes Wort und sonst nix! Nur die Bibel und ich. Nur Gott und ich. Nichts anstreichen, nichts aufschreiben, nichts vermerken, abkleben oder sonst etwas. Nichts!

Das Gleiche möchte ich auch mit der Welt machen. Nicht mehr stundenlang suchen, welches Buch ich als nächstes lesen könnte, welche Pflanzen ich dieses Jahr anbauen will, wie und wo ich ein Gewächshaus hinstelle oder überhaupt. In dieser Zeit könnte ich einfach leben.

Oder hier etwas schreiben – denn das möchte ich wieder mehr machen. Allerdings anders als vorher – keine Themen oder sonst etwas. Ich bin kein Lehrer und will auch keiner sein. Ich bin einfach auf der Reise zu Gott. Und darüber will ich ab und an berichten – vll mehr so für mich als Tagebuch, um meinen Weg für mich zu dokumentieren. Gäste sind jedoch wie immer sehr gerne gesehen.

p.s. ach ja – ich bitte zu entschuldigen, dass die Domain leider längere Zeit nicht erreichbar war. Ein Plugin hat wohl irgendwie verrückt gespielt und der Provider hat daraufhin kurzerhand die Domain gesperrt. Sorry.

Über Pilgerer

Du willst mehr mich wissen? Warum? Was ich Dir Dir sagen kann ist, dass Gott sich mir offenbart hat. Er hat mir die Wahrheit gesagt. Jesus ist der Erlöser der Welt! Durch seinen Tod am Kreuz hat er alle Menschen erlöst, die an ihn glauben! Du musst nur glauben! Ich glaube daran. Dennoch ist mein Leben ein Pilgerpfad. Steinig und oft falle ich hin. Daran ist nicht Gott schuld. Nein ich bin es. Ich muss Ihm nur ganz vertrauen und mich ihm ganz hingeben. Aber oft folge ich ihm nicht nach und stolpere. Von diesem Pilgerpfad berichte ich in meinem Blog.
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5 Responses to Lebenszeichen

  1. Josef Sefton sagt:

    Lieber Freund, es ist wunderbar wieder von dir zu hören. Sei guten Mutes, Quincy, denn deine Webseite bringt Licht in die Welt! Sei sehr ermutigt, denn du bist auf der Reise zu Gott und du machst deine Sache gut.

  2. Renate sagt:

    Hey – das ist ja interessant. Auf diesem Weg bin ich auch gerade: Wichtiges von unwichtigem trennen, nur noch das machen, was mich wirklich weiterbringt, was ich mag, was mir gefällt, Zeit mit den Menschen verbringen, die mir wichtig sind und nicht mit denen, die mir die Kraft nehmen und nur da sind, wenn sie was brauchen oder wissen, dass ich sowieso nicht nein sage. Konzentration auf das, was mir Kraft gibt, was Freude macht und was es wert ist. Danke für den Artikel und die guten Anregungen zum Nachdenken. Alles Gute weiterhin – ich freu mich immer, von Dir zu lesen. Denn Dein Blog gehört zu mienem Wichtigen dazu.

  3. Pilgerer sagt:

    Danke für Eure Worte! Leider wurde mir nicht weitergeleitet, dass neue Kommentare da sind – da stimmt wohl immer noch einiges nicht an der Website. :wacko: Sorry daher, dass ich erst so spät antworte.

    Ich bin jedenfalls froh, immer noch alte Freunde hier zu treffen. Dachte schon nach all der Zeit hätte man mich schon vergessen :whistle:

  4. easyfisch sagt:

    Habe auch mein Engagement reduzieren müssen.
    Dabei kam ich auf das gleiche!-)
    Die Nähe zu Gott ist der Grundstein!
    Viel Power dir!

  5. Pilgerer sagt:

    Danke! Dir ebenso! Ich bin immer geknickt, wenn ich Jesus sagen höre: „Wenn ihr Glauben hättet wie ein Senfkorn, so würdet ihr zu diesem Berg sprechen: Hebe dich weg von hier dorthin! und er würde sich hinwegheben; und nichts würde euch unmöglich sein.“

    Immer dieses gekämpfe aus eigener Kraft, das Verfolgen der eigenen Ziele – anstatt der Gottes. Das macht müde. Wenn ihr ein Gebet für mich übrig habt, dann bittet für mich, dass der Quincy in mir endlich kleiner wird und der Jesus in mir wächst! :good:

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